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Geld sparen als Familie

5 einfache Tipps um als Familie Geld im Alltag zu sparen

Angesichts von bis zu 500%-igen Erhöhungen von Strom-Abschlagszahlungen, Neuberechnung der Grundsteuer und Wegfall von Tankrabatt und 9-Euro-Ticket darf man ja mal pessimistisch werden. Andererseits wollen wir keine Diktatur im Kriegszustand stärken und üben uns in Verzicht. Trotzdem: Viele Familien wissen nicht, wie sie das momentan alles finanziell stemmen sollen.

Geldspartipps auf dem Familienblog. Soweit sind wir. Obwohl, zu meiner Verteidigung, Geld wächst nicht auf Bäumen. Auch vor Ukrainekrieg, Corona und Wirtschaftskrise mussten viele Familien oder Rentnerinnen und Rentner auf jeden Cent achten. Gerade Hartz4-Bezieher, Senioren, Pflegebedürftige oder Alleinerziehende haben mit Armut zu kämpfen.

Ein Kampf gegen Windmühlen, so fühlt sich das manchmal an. Aber solange Rosinante noch trabt, möchte ich einige Tipps mit euch teilen. Vielleicht hilft euch ja der eine oder andere Tipp weiter.

Geld sparen als Familie im Alltag – 5 Tipps für dich

Berechtigungen für Fördermittel & Ermäßigungen prüfen

Häufig stehen Menschen mit geringem Verdienst, mit Behinderung oder aufgrund einer Gruppenzugehörigkeit (Studenten, Familien, Senioren usw.) bestimmte Ermäßigungen und Fördermittel zu. Dazu gehören u.a.

Landesfamilienpass in Baden-Württemberg

Mit dem Landesfamilienpass und der dazu gehörigen Gutscheinkarte können Familien, die ihren ständigen Wohnsitz in Baden-Württemberg haben, insgesamt 22 mal im Jahr gratis oder stark rabattiert verschiedene Sehenswürdigkeiten anzusehen. Darunter fallen u.a. die staatlichen Schlösser, Gärten und Museen. Einen ähnlichen Pass gibt es übrigens auch in Berlin. Vielleicht auch in eurem Bundesland?

Kolping Großfamilien-Service

Über das Kolping Familienreferat hast du die Möglichkeit, an Vergünstigungen und Rabatten, z.B. bei Bekleidungsgeschäften oder Restaurants, zu kommen.

Preisermäßigung und Zuschüsse für Urlaub mit der Familie

In acht Bundesländern können Familien Individualzuschüsse zum Urlaub in gemeinnützigen Familienferienstätten beantragen.

Finanzielle Unterstützung Mehrkindfamilien Bayern

Ein Überblick über das Angebot im Bundesland Bayern: Von Krippengeld zu Ehrenpatenschaften über vergünstigte Freizeitangebote.

Staatliche Leistungen für Familien

Ein Überblick über staatliche Leistungen mit Verlinkungen zu den jeweiligen Anlaufstellen. Egal ob Kindergeld, Förderung für Studenten*innen, Zuschüsse in der Pflege, Baukindergeld oder Verbliebenenrente: Auf der Website wird alles aufgelistet und verlinkt.

Förderungen gibt es wie Sand am Meer, einige Städte bezuschussen Lastenräder, andere E-Bikes. Dafür kannst du Unterstützung, Fördermittel oder Zuschüsse beantragen (Beispiele):

  • Wohnen & Bauen
  • Denkmalschutz (Gebäude)
  • Erneuerbare Energien
  • Wohnen
  • Arbeitsweg, Arbeitsausrüstung
  • Weiterbildung
  • Pflege von Familienangehörigen
  • Urlaub
  • Medikamente
  • Schwangerschaft & Familie
  • Krankheit
  • Schuldbedarfsbonus zum Schuljahresanfang
  • Rente

Tatsächlich unterscheiden sich Förderungen und Zuschüsse nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch von Stadt zu Stadt. Daher erkundigt euch am besten vor Ort (Gemeinde, Landkreis und Organisationen wie Caritas, profamilia usw.).

Du willst die Checkliste save your money downloaden?

Rette Essen und spare Geld

Viele Geschäfte geben Lebensmittel für wenig Geld ab, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft. Gerade abends kurz vor Ladenschluss lohnt sich die Frage nach Überbleibseln. Milchprodukte und auch Obst und Gemüse gibt’s dann häufig reduziert oder teilweise umsonst. Bei Backwaren ist das ähnlich. Einige Unternehmen bieten reduzierte Lebensmittel über “toogoodtogo” an. Julie hat auf Puddingklecks Instagramseite ausführlich darüber geschrieben. Weitere Anbieter von Lebensmitteln zu reduzierten Preisen (bitte immer vergleichen, manchmal spart man nicht viel oder kauft am Ende teurer, wenn es kein Angebot ist!):

www.motatos.de

Hier gibt es verschiedene Lebensmittel für kleines Geld. Das MDH oder der Grund für den vergünstigten Preis (z.B. B-Ware) steht in der Produktbeschreibung.

www.reiskontor.de

An einigen Tagen sind Großgebinde oder Biosaucen stark reduziert. Hier lohnt es sich tatsächlich, den Newsletter zu abonnieren. Das gibt es: Reis, Nudeln & Zubehör in bio, vollkorn, glutenfrei oder wie immer.

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www.herzapfelhof.de

Retterkisten gibts hier günstig zu kaufen. 13 Kilo Äpfel der Sorte Jonagold gibt es schon für rund 20 Euro.

www.foodsharing.de

Überschüssige Lebensmittel mithilfe der foodsharing Community teilen oder einfach Lebensmittel von Betrieben retten – super Sache!

Kaufverhalten ändern

Was kannst du gebraucht kaufen? Vielleicht kannst du auch tauschen? Und brauchts das überhaupt? Bevor ich vermeintlich kluge Ratschläge teile, liegt es an jedem einzelnen, sein Kaufverhalten zu überdenken. Da hilft es manchmal schon, einige Tage oder Wochen ein Haushaltsbuch zu führen. Das deckt die großen Kostenfresser auf. Klar, einige Fixkosten können wir nicht ändern. Aber wir können anfangen zu überlegen, wie wir mit variablen Kosten umgehen:

  • Kleidung, Möbel oder Spielzeug ist gebraucht genauso schön – nur billiger
  • Eine Essensplanung vermeidet Verschwendung von Lebensmitteln und beugt “Lustkäufen” vor
  • Muss es die Reise auf den Erlebnisbauernhof sein? Bei “Urlaub gegen Hand” könnt ihr richtig mithelfen UND urlauben.
  • Haustausch statt Ferienhaus kann auch eine Option sein. Birgit berichtet auf ihrem Blog darüber
  • Auf Kleidertausch-Partys gibt’s nur gute Laune und Klamotten für lau: Jeder bringt etwas zum Tauschen mit
  • Brauchen wir eigentlich zwei Autos? Vielleicht reicht ja auch nur eines? Gibt es Alternativen für den Alltag?
  • Was kaputt ist, kann man häufig wieder reparieren. Kostenlose Repair-Cafés bieten diese Möglichkeiten. Auch bei dir?
  • Teure Produkte sind als B-Ware mit kleinen optischen Macken oft viel günstiger – wen stört die Delle denn am Kühlschrank?

Zusammenschließen – gemeinsam spart es sich leichter

Großgebinde sind meist günstiger, bei Sammelbestellungen fallen Versandkosten weg, die Kosten für das Ferienhaus werden halbiert: Teilen heißt sparen. Win-win für alle. Vielleicht gibt es in deiner Nähe ja Familien, die an solchen Zusammenschlüssen interessiert sind?

Übrigens lässt sich das auch ausweiten: Heute kocht Familie Wang die doppelte Menge, morgen Familie Maier. Übermorgen passt Familie Naser auf die Kleinen auf, am Donnertag Familie Müller. Und noch ein Tipp: Bildet Fahrgemeinschaften!

Wo das Zusammenschließen auch prima funktioniert, ist das Bevorraten von Lebensmitteln und das Anbauen derselbigen. Ein Gemüsebeet gemeinsam bewirtschaften? Eingemachte Lebensmittel mit den Nachbarn durchtauschen? So kocht einer leckere Himbeermarmelade, der nächste macht Zucchini-Chutney.

Vielleicht lohnt es sich ja auch, in großen Häusern zusammen mit anderen zu wohnen und die Wohnfläche zusammen zu nutzen? Das reduziert die Alltagskosten u.U. erheblich.

Mehr Planung spart mehr Geld

Klingt simpel, funktioniert: Plane und strukturiere den Alltag so gut es geht durch. Das fängt schon beim Essensplan und der dazugehörigen Einkaufsliste an. Auch das Vorbereiten von Mahlzeiten und Snacks sparen Zeit und Geld, ersetzt Kantinen- oder Mensa-Essen.

Sehr hilfreich sind auch regelmäßige Bestandsaufnahmen im Kleiderschrank: Was für Kleidung brauchen die Kinder nach den Sommerferien? Was haben wir da? Was könnte ich a-zyklisch (also billiger!) kaufen? Winterschuhe sind im Sommer einfach billiger, Badeanzüge im Winter erschwinglich. Führst du eine Liste und weist genau, was du brauchst, kannst du bei Sales-Angeboten gezielt danach suchen oder auf einem Flohmarkt ein Schnäppchen machen – statt wahllos Kleidung einzukaufen.

Das beschränkt sich nicht nur auf Kleidung, das funktioniert auch super bei Lebensmitteln: So kannst du konkret dein Vorratsregal mit Schnäppchen befüllen.

Das waren meine 5 Tipps, um als Familie im Alltag mehr Geld zu sparen. Erzähl mal, wo setzt du an, um Geld einzusparen?

Nicht das Gesuchte dabei? Checklisten & Freebies gibt’s auf diesem Blog zuhauf.


Titelbild: Ground Picture shutterstock

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