Schöne Bücher für die Hängematte (oder die kinderfreie Zeit auf dem WC)

Schöne Bücher für die Hängematte (oder die kinderfreie Zeit auf dem WC)

Sommerzeit ist Lesezeit: Am Strand, am See, auf dem Balkon, in der Hängematte oder auf dem Pott: Bücher gehen ja überall. Büchertipps gehen immer. Bücher sind quasi meine Libido. Äh, nein, Moment, das war ein anderes Thema. Ich bin also ein Fan des gedruckten Wortes. Und deshalb teile ich mit euch meine heutigen Buchempfehlungen. Für Mütter. Oder Väter. Eltern, Großeltern oder einfach für Lesefans. Erwähnte ich, dass ich Lesen liebe?

Mein letztes Buch ist ein bisschen her. Würde ich abends statt stumpfsinning dem drögen Fernsehprogramm zu frönen einfach ein Buch lesen, dann wäre ich wohl weiter. Nicht so weit, denn beim Lesen schlafe ich gerade immer ein. Unser Bücherregal (Hej Billy) ist mehrere Meter lang. Lesestoff wär schon da.

Und wenn ich schon nicht lesen kann, dann sollt ihr jedenfalls das Vergnügen haben: Bitte schön, hier gibt es Lesetipps für reisefreudige Eltern. Mit Humor und ohne.

Schöne Bücher – Meine Tipps für famosen Lesestoff in der Ferienzeit

Reise & Co.

Wenn ich groß bin, werd’ ich auch ein Machu Picchu: Ein Mut machender Ratgeber fürs Reisen mit Kindern

Das neue Buch von Kollegin Gabriela Urban ist natürlich wieder ein Kracher. Ich mag ihre Art zu erzählen, sie nimmt den Leser mit auf ihre Reisen mit Kind. In diesem Buch erfährt der Leser viel über ihre einzelne Etappen und wie das so ist unterwegs, mit Kind im Babyalter, in der Trotzphase oder kranker Mama. Außerdem kommen noch einige andere Mütter zu Wort, die über ihre Reisen mit Kindern plaudern: Ob Schweden mit dem Wohnmobil oder USA: Hier kommt jeder auf seine Kosten. Das Buch ist eine echte Herzensempfehlung und ich ärgere mich sehr, erst jetzt darüber zu schreiben. Checklisten, Steckbriefe von kindgerechten Reisezielen und Insider-Wissen runden das Buch ab. Übrigens: Ich habe es an zwei Abenden “verschlungen”. Und seitdem warte ich auf Fortsetzung – halt dich ran, Gabriela!

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Tietjen auf Tour – Warum Campen mich glücklich macht

Bettinas Buch habe ich abends während der Einschlafbegleitung gelesen und musste herzhaft lachen: Mit einer großen Portion Humor nimmt sie sich auch selber mal auf die Schippe, während sie von ihren Familienabenteuern im Bulli bzw. Ducato erzählt. Blöd: So manches Mal wurde das Kind wieder wach. Gut: Ich habe mich köstlich amüsiert; über Klogeschichten, Gassenhauer auf Korsika und Begegnungen der seltsamen Art. Außerdem viel gelernt, denn Bettina hat echt tolle Tipps auf Lager, gerade was das Campen mit Kindern angeht.

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Zwanzigtausend Reiseleiter – Wenn dich wildfremde Menschen quer durch den Kontinent schicken

Nicht nur das Buch von Markus Barth (nicht Mario!) ist klasse, seine Bühnenshow ist es auch. In diesen Genuss kam ich letztes Jahr dank der hiesigen Buchhandlung. Zurück zum Buch: Ich liebe den Humor von Markus: Ich habe Tränen gelacht. Und für irritierte Blicke gesorgt. Das ist es wert, sage ich euch! Markus fragte seine 20.000 Follower auf Facebook, wohin er auf seiner Europa-Tour mit Mann und Hund vorbeischauen sollte und das Ergebnis ist einfach grandios. Viel Humor, noch mehr Info – ich hätte gerne mehr davon. Wenn ich wieder mal zum Lesen komme, ihr versteht. Ein Kontinent, vier Monate, zwölf Länder, 17.000 Kilometer: Was im Wohnmobil passiert, bleibt im Wohnmobil! Ach nein, falscher Film. Egal, lest das Buch.

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Vater, Mutter Kind – Elterngedöns

Mein Familienkompass

Bald ist es da, das neue Buch von Kollegin Nora Imlau! Ein entspanntes Familienleben zwischen Alltagsstress, Schuldgefühlen und Bedürfnissen der Kinder und der Eltern? Nora zeigt in ihrem Buch auf, wie Eltern ein harmonisches Miteinander auf Augenhöhe erreichen – und dabei ihre eigenen Bedürfnisse nicht vergessen!

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Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein

Ich frage mich ja immer, wie Nathalie Klüver das macht: Eine große Familie, der Blog und dann haut sie noch ein tolles Buch nach dem anderen raus! Respekt, liebe Nathalie. Das Credo heißt: Ab heute lieber unperfekt. Nichts lieber als das, doch wie? Als Mutter oder Eltern hast du ja quasi einen 24-Stunden-Job. Hier setzt meine Kollegin an der Wurzel an (Achtung, für manche vllt. etwas schmerzhaft!): Wo entsteht der Druck, eine Super-Mutter zu sein? Was hat die Gesellschaft damit zu tun? Und wie mache ich mich frei davon? Ein sympathischer Ratgeber, den ich sehr empfehlen möchte.

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Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles!: Was Eltern gewinnen, wenn sie den Mental Load teilen

Laura Fröhlich hat dem Mental-Load den Kampf angesagt: Ein großartiges Thema, das immer mehr zum Tragen kommt, gerade in Zeiten von Covid und Co. Denn der Lockdown offenbarte vor allem eines: Das Rückgrat der Gesellschaft sind meist die Mütter. Und so wurden Heerscharen von ihnen zurück in die 50er geworfen. Das Buch betrifft viele Mütter, die Hauptakteure von Carearbeit und Hüterinnen der To-do-Listen. Wer eine Pause braucht, liest das Buch. Auf dem Klo; natürlich alleine.

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Sonstiges

Gott bewahre

Momentan höre ich “Gott bewahre” von John Niven als Hörbuch auf dem Smartphone. Nein, das ist kein Religions-Gedöns, das ist ein sehr humorvoller (und manchmal auch nachdenklicher) Roman, voll mit skurrilen Figuren und nackten Tatsachen. Worum es geht? Gott war eben noch gut gelaunt, kommt vom Angelausflug zurück und dummerweise haben die Menschen in seiner Abwesenheit richtig Mist gebaut: Kriege, Umweltkatastrophen, Hassprediger use. Jesus soll es richten und damit seine gemütlichen Nachmittage mit Joint, Gitarre und Hendrix gezählt: Ab auf die Erde, Gutes tun. Ob das gut geht? Das Buch ist kurzweilig und sehr unterhaltsam, aber definitiv nichts für Kinder.

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Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt: Von der irren Jagd nach dem Geld

Toilettenlektüre at its best: Sebastian Schnoy, seines Zeichens Historiker und Comedian geht mit euch auf Zeitreise. Mit viel Humor, spitzer Zunge und Provokation stöbert er im Altertum nach der Geschichte des Geldes und macht so auch für Laien die Entwicklung von Zinsen absolut verständlich. Ob Bankenkrise, die Erfindung des Münzgelds oder der Zinzeszins: Schnoy schreibt so herrlich humorig, dass das Buch schnell gelesen ist. Oder wisst ihr, was das “must-have” des Barock war? Oder was Raub mit unseren Steuern zu tun hat? Und warum die Deutschen eher an Geld als an Sex denken? Seht ihr? Müsst ihr lesen.

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Zum Schluss habe ich noch einen tollen Kinotipp für euch, vor allem für die Skandinavien-Fans: “Master Cheng in Pohjanjoki“. Ich werde mir den Film vermutlich später einmal zu Hause ansehen, aber wer sowieso ins Kino gehen möchte, ist mit diesem Film gut beraten: Witz, Tiefgang und Finnlands Natur: Her mit dem Popcorn!

Verratet ihr mir eure Lieblingsbücher? Welche lest ihr gerade? Oder schafft ihr es überhaupt, etwas zu lesen?

 

 

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