Coronavirus – Kinder, Reisen, Leben – das mache ich [Tipps & Infos]

Coronavirus – Kinder, Reisen, Leben – das mache ich [Tipps & Infos]

Der Coronavirus hält zur Zeit die Welt in Atem. Gerade das Reisen mit Kindern, das Leben als Familie und das Arbeiten als chronisch Kranke beeinflusst Covid-19 sehr. Auf den Panik-Zug möchte ich gar nicht aufspringen, dennoch treffe ich Entscheidungen, die ohne den Coronavirus anders ausfallen würden. Mit diesem Beitrag möchte ich euch einen kurzen Einblick geben, wie wir das so handhaben als Familie. Übrigens: Die normalen Atemschutzmasken, die schützen nicht vor Ansteckung. Falls ihr mit dem Gedanken spielt. Dazu weiter unten mehr.

Die Grippe sei ja viel schlimmer, so das Echo aus den sozialen Medien. Der Corona-Virus habe ja nur Erkältungssymptome hervorgerufen. Betroffen seien ja nur immunschwache Menschen.

Diese Verharmlosung stinkt mir genauso wie diese krasse Panikmache. Natürlich ist die Grippe schlimm. Ich hatte sie zweimal, und einmal die Schweinegrippe. Die Nachwirkungen habe ich jahrelang zu spüren bekommen. Nun ist die Grippe keine große Unbekannte. Sie kommt Jahr für Jahr in neuem Gewand, es gibt einen Impfstoff, der gegen die häufigsten Erregertypen hilft. Der jetzige Coronavirus ist unerforscht. Niemand weiß, wie sich das Virus verhalten wird. Bislang bleiben vor allem junge Menschen verschont. Aber bleibt das so? Wird die Welle wie bei der Grippe im Frühjahr wieder abklingen? Zum Coronavirus sind so viele Fragen offen, so vieles ungeklärt. Das ist das Problem. Natürlich sterben derzeit weitaus mehr Menschen an Grippe als am neuen Virus, das will ich auch gar nicht abtun, aber darum soll es hier nicht gehen.

Meine Reisepläne haben sich etwas geändert. Ich wollte etwa zur ITB nach Berlin fahren. Das mache ich aus zwei Gründen nicht: Die Ansteckungsgefahr bei großen öffentlichen Veranstaltungen wie dieser Reisemesse mit Besuchern aus aller Welt ist recht groß. Außerdem planen wir, einige Tage wegzufahren. Stichwort Italien. Aber auch das werden wir sehr kurzfristig entscheiden und im Zweifelsfall absagen. Wir behalten die Situation in der Region im Auge.

FAQ Corona-Virus beim RKI: Hier entlang

Die Wahrscheinlichkeit, sich von Menschen anzustecken, die gerade aus Italien aus dem Skiurlaub kommen, ist wohl genauso hoch. Hier sind ja gerade Faschingsferien und die Bayern tummeln sich in den Bergen. Ski heil oder so.

Unbezahlter Urlaub? Und wer gehört zur Risikogruppe?

In meiner Umgebung sind die meisten Leute ja noch sehr entspannt, was das Virus angeht. Bis auf die, die auch mit chronischen Erkrankungen zu kämpfen haben. Ein höheres Risiko (Sterblichkeit) besteht u.a. für Leute mit Vorerkrankungen wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Krebs oder Atemwegserkrankungen (Quelle: ikz-online.de/ chin. Studie).

Jackpot. Bluthochdruck, Asthma bronchiale, pre-Diabetes. Und so weiter. Das heißt natürlich absolut nichts, aber ich bin halt nicht erpicht drauf. Genauso wenig auf Grippe oder SARS. Bei der SARS-Welle hat mein Vater noch in China gelebt. Ich glaube, ich war sogar in diesem einen Jahr zu Besuch dort. Ich schweife schon wieder ab.

Durch Covid-19 wird ja teilweise das öffentliche Leben lahmgelegt: Schulen und Kindergärten oder Firmen schließen. Das kann auch bei uns passieren. 10 Tage dürfen Arbeitnehmer ihre Kinder ja zuhause pflegen, sind sie krank (Alleinerziehende 20 Tage). Nun liegt hier der Fall ja etwas anders: Das Kind selbst muss ja nicht mal krank sein, ist trotzdem zuhause. Oder eure Firma macht vorübergehend zu: Irgendwann wird das Gehalt nicht weitergezahlt (Stichwort unbezahlter Urlaub), Home Office ist nicht immer möglich. Eventuell solltet ihr mal nachfragen, wie das alles so gehandhabt wird in eurem Unternehmen.

Richtig Händewaschen – darum sind Hygienemaßnahmen so wichtig

Hygienemaßnahmen sind besonders wichtig, um sich zu schützen. Allerdings haben wir das auch schon vor dem Coronavirus gemacht, gerade, um das Baby nicht anzustecken: Gleich nach dem nach Hause kommen Hände gründlich waschen, unterwegs nicht das Gesicht berühren (Übertragungsweg Mund/ Nase; mit Kindern oft nicht machbar), in die Armbeuge husten und niesen, Abstand zu kranken Personen halten wenn möglich.

Richtig Hände waschen: Die Waschtemperatur spielt keine Rolle, dafür ist das Einseifen wichtig: Mindestens 20 Sekunden einseifen, Zwischenräume und Handrücken nicht vergessen und abspülen. Gut abtrocknen, auf feuchtem Untergrund können sich Viren gut vermehren. Desinfektionsmittel ist sinnvoll bei Kontakt mit Neugeborenen, Alten oder Immunschwachen. Oder wenn mal wieder Magen-Darm in Form von Noroviren vorbeischaut. Und wenn jemand im Haushalt an Grippe erkrankt ist natürlich.

Fibromyalgie und das Coronavirus

Ist das Coronavirus gefährlich, wenn man Fibromyalgie hat? Darauf habe ich keinen Hinweis gefunden. Gefährlich wird es, wenn Betroffene unter oben genannten Vorerkrankungen leiden oder Medikamente nehmen, die das Immunsystem unterdrücken. Genau wie bei anderen Viren auch solltet ihr versuchen, euer Immunsystem zu stärken, alle Hygienemaßnahmen umsetzen und unaufgeregt den Status verfolgen. Eventuell kommt für euch auch die Grippe-Impfung in Frage; dann seid ihr da auf der recht sicheren Seite. Einige von euch leiden vielleicht auch unter KPU, da wären Nahrungsergänzungsmittel ganz wichtig.

Coronavirus: Das mache ich momentan, um die Ansteckung auf Reisen und zu Hause zu verringern: 

  • Meiden großer Veranstaltungen
  • Immunsystem stärken – auch wenn es nur fürs Gefühl ist
  • Medikamente für chronische Krankheiten rechtzeitig (!) vom Arzt besorgen
  • Hygienemaßnahmen umsetzen
  • Reisepläne wenn nötig umwerfen
  • Nachrichten verfolgen
  • Reisehinweise beim Auswärtigen Amt verfolgen (Zielland)
  • Handreinigungsmittel für unterwegs benutzen, wenn Händewaschen nicht möglich ist
  • Auf Abstand gehen – ein bis zwei Meter Abstand von offensichtlich kranken Personen halten wenn möglich
  • Ich habe (so oder so) Essen für mehrere Tage zuhause, falls mal jemand von uns krank wird. Bei der HMF-Krankheit war das Gold wert – wir konnten das Haus nicht verlassen

Arztpraxen und Apotheken betrete ich derzeit nur mit Schutz, das hätte ich auch ohne Corona-Virus gemacht: Durch meine Allergie teste ich gerade den urbandoo (mit Filter), da nutze ich die Gelegenheit natürlich. Über den urbandoo berichte ich noch ausführlicher. Normale Nasen-Mund-Masken schützen übrigens nur davor, eigene Viren weiter zu verteilen. Für einen effektiven Schutz muss die Maske am Gesicht anliegen und mindestens mit FFP2 ausgestattet sein. Kauft bitte nicht den Scheiß, den es jetzt auf ebay, wish und Co. gibt: Billigst hergestellte Masken mit Null Wirkung. Vermutlich aus China. Bitte nicht kaufen. HIER lest ihr mehr dazu.

Wusstet ihr eigentlich, dass das handelsübliche Handdesinfektionsmittel to go oft nicht wirksam ist? Das gute Zeug bekommt ihr in der Apotheke, das hilft dann auch gegen Noroviren und Co. Das Drogeriezeugs kann da nicht mithalten und ist unwirksam!

Wie geht es euch mit dem Corona-Virus? Bereitet euch das Sorgen oder bleibt ihr da eher entspannt? Musstet ihr Reisepläne ändern?

Titelbild: Pixabay lizenzfrei

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Jenny

    Wie lustig, ich hab gerade meinen Blogbeitrag zu Corona veröffentlicht 😉 Wer jetzt eine teure und lange ersehnte Reise nach Neuseeland gebucht hat, der denkt zehnmal nach: sicherheitshalber stornieren oder einfach hinfahren, weil eh zu viel Panik herrscht?

    Ich halte mich an die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts und bin ziemlich entspannt, was eine Ansteckung angeht. Aber ich bin eben auch gesund und nicht immunsupprimiert. Auf 14 Tage Quarantäne in einem Hotel oder zu Hause hätte ich allerdings auch keine Lust, deshalb bin ich gerade ganz froh, dass wir noch gar nichts gebucht haben für dieses Jahr.

    Viele Grüße
    Jenny

  2. Johanna

    Danke für Deine offenen Worte!
    Mögen sie vor allem in den Punkten des Niesens/Hustens in die Armbeuge und des gründlichen Hände Waschens möglichst viele Menschen erreichen!

    Was ich noch anfügen wollte:
    Die Handreinigungsmittel für unterwegs gibt es sehr wohl auch in „guter“ Form in der Drogerie. Man darf aber halt nicht das erstbeste nehmen und sollte genau lesen.

    In der Apotheke wollte ich gestern eine neue Flasche Händedesinfektionsmittel kaufen weil meine fast alle ist. Das welches ich immer kaufe hab ich verlangt. Gut das die Apothekerin nachgefragt hat wozu: denn gegen Viren war meines gar nicht wirksam obwohl es eines ist das – zumindest früher – im Medizinbereich weit verbreitet war!

    Wir haben hier auch den Jackpot in Punkto Vorerkrankungen. Nur das Kind nicht. Wunderbar! Zumindest hat er von klein auf gelernt wie das mit der Armbeuge funktioniert.
    Aber das mit dem nicht ins Gesicht fassen… reden wir lieber nicht drüber!

    Wir sind leider viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs – und da gibt es bei vielen Menschen leider noch sehr viel Nachholbedarf in Sachen Hygiene. Ich hoffe mal wir kommen „ungeschoren“ davon.

    1. Kuchenerbse

      Liebe Johanna, danke für dein Kommentar! Ja, die Grundregeln der Hygiene – viele kennen sie immer noch nicht, leider. Mir rollt es da die Zehennägel noch. Danke für die Anmerkung in Sachen Drogerie, ich hab wohl immer daneben gegriffen 😉 Wünschen wir uns mal toitoitoi in Sachen Gesundheit! Gerade mit Vorerkrankungen! Liebe Grüße

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