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1600 km für die Offlabel-Impfung der Kinder [Gastbeitrag]

Ich habe mit einer Mutter gesprochen, die ihre beiden Kinder, 7 und 1,5 Jahre alt, offlabel gegen Corona hat impfen lassen. In diesem Beitrag erzählt sie von ihrer Reise.

Wir haben uns vor Wochen entschlossen, unsere Kinder gegen Covid impfen zu lassen. Genauer gesagt, im Oktober. Eine Freundin erzählte mir von der Offlabel-Impfung ihrer Tochter. Die besucht die zweite Klasse. Da war ich anfangs noch skeptisch; Covid verläuft bei Kinder ja glimpflich. Aber die Zahlen stiegen höher und höher, immer mehr junge Leute in unserem Ort bekamen Corona. Die Tochter einer Bekannten leidet an Longcovid. Sie ist erst acht Jahre alt.

Ich begann zu forschen: Wo können wir unsere Kinder impfen lassen? Erst hatte ich nur unseren Sohn auf dem Schirm, die Tochter ist ja noch so jung. Dann las ich, dass noch jüngere Kinder geimpft wurden: Und zwar nicht selten und immer ohne Nebenwirkungen. Da unsere Tochter die Kita besucht, entschloss ich mich, beide Kinder impfen zu lassen. Mein Mann war anfangs nicht ganz so begeistert. Auch ich hatte noch einige Bedenken.

Ich hatte erst Bedenken bei unserer Jüngsten

Glücklicherweise hatte ich die Zeit und begann selbst, Studien zu lesen, Nutzen und Gefahren abzuwägen und mich mit Fachleuten auszutauschen. Kurz gesagt: Wir wollten beide Kinder Schutz vor Covid bieten. Die Studienlage ist übrigens super, auch bei den ganz kleinen Kindern. Das hat mich beruhigt.

Corona macht mir richtig Sorgen: Das Virus schädigt häufig die Organe, wirkt sich auf das Gehirn aus. Wenn es die Kinder nicht gleich schlimm trifft, kann noch PIMS kommen. Oder Longcovid. Oder RSV und Corona zusammen. Das packt das Immunsystem eines Kleinkinds nicht. Unsere Tochter hatte den RSV schon öfter, und jedesmal ziemlich schlimm.

Anonyme Suche auf Twitter nach Impfärzten

Über Facebookgruppen und Twitter – für letzteres habe ich mir sogar einen Account zugelegt – habe ich Dutzende Leute angeschrieben, Tipps von Freundinnen erhalten und uns auf Wartelisten setzen lassen. Ich musste nachweisen, dass wir selbst geimpft sind und meinen Ausweis abfotografieren (wichtige Stellen geschwärzt). Zu groß die Gefahr vor radikalen Querdenkern. Nach zwei Wochen war ich völlig erschöpft. Bis in die Nacht Kontakte abgeklopft und angeschrieben. Ich habe aufgehört zu suchen, und angefangen zu warten.

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Der Termin zum Impfen war schon am nächsten Tag

Nach insgesamt drei Wochen hatten wir auf einen Schlag vier Einladungen, um unsere beiden Kinder zu impfen, in verschiedenen Bundesländern. Wir haben uns für den ersten Termin entschieden – der am nächsten Tag war – und sind mit Kind und Kegel in ein anderes Bundesland gefahren. Über 400 Kilometer einfach.

So haben die Kinder die Impfung vertragen

Auf uns wartete ein herzlicher Kinderarzt, der die Kinder vorab untersucht hat, Fragen stellte und beantwortete. Wir verabredeten einen Termin zur zweiten Impfung und fuhren wieder nach Hause. Keiner hat geweint, die Kinder waren glücklich, endlich geimpft zu werden (vor allem der Große). Die Impfung haben beide Kinder gut vertragen. Der Arm tat etwas weh, zwei Tage lang waren sie etwas erschöpft.

Nach drei Wochen nahmen wir den gleichen Weg auf uns. Unsere beiden Kinder sind nun zweifach geimpft. Dank dieses Arztes, der seine Wochenenden mit Impfungen verbringt – statt Hobby und Freizeit. Dieses Engagement des Ärztenetzwerks ist einfach unglaublich! Ich danke an dieser Stelle allen Beteiligten für das große Engagement! Traurig, dass wir dafür insgesamt 1.600 km fahren mussten. 


Auf Wunsch der Autorin wird dieser Beitrag anonym veröffentlicht. Zu groß ist die Angst vor Anfeindungen. Sie möchte ungenannt bleiben.

Wer sich für offlabel-Impfungen interessiert, kann sich bei https://u12schutz.de melden. 

An dieser Stelle möchte ich noch auf einen älteren Beitrag über die Covid-Impfung verweisen. 

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