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5 interessante Fakten zu Rückbildung & Wochenbett

Das Thema Rückbildung wird ja meist sehr stiefmütterlich von uns Müttern behandelt. Schnell müssen wir zurück in den Alltag finden, das Leben mit Baby wuppen und so weiter und so fort. Rückbildung? Jaja, später dann. Ist ja noch Zeit.

Ähem. Liebe Damen, Rückbildung ist wichtig. Ein trainierter Beckenboden hat viele Vorteile – vom gesundheitlichen Aspekt einmal abgesehen. Ja, Beckenbodentraining ist voll nervig, ich weiß. Aber gerade jetzt, hier am Schreibtisch (wo liest du gerade diesen Beitrag?), lässt sich wunderbar was für deinen Beckenboden tun. Einmal anspannen, bitte!

Zurück zum Thema: Ich habe fünf spannende Fakten zum Thema Rückbildung für dich. Erzähl mal – hast du es schon gewusst?

Rückbildung & Wochenbett – 5 interessante Fakten für dich

1 Rückbildung dauert Jahre

Tatsächlich dauert die Rückbildung mehrere Jahre, bis sie vom Körper vollständig abgeschlossen ist. Ein Sprichwort sagt: “Neun Monate braucht es, bis das Baby da ist, neun Monate braucht es, bis der Bauch weg ist”. Ein wenig ist ja dran: Tatsächlich braucht der Körper mitunter über drei Jahre, bis alles wieder im gewohnten Gang läuft. Daher kann sich eine Rektusdiastase auch erst nach Jahren zurückbilden (mit Training) statt nach nur 12 Wochen.

2 Falsches Bauchmuskeltraining schadet

Nach der Schwangerschaft schnell wieder in Form kommen, das war mein Ziel. Ich lache noch heute darüber. Nach rund drei Monaten habe ich durch die Kaiserschnittgeburten wieder mit Sport angefangen und dummerweise auch meine geraden Bauchmuskeln trainiert. Mach das nicht: Trainiere die seitlichen Bauchmuskeln im Rahmen der Rückbildung, aber nicht die geraden. Situps frühestens nach einem halben Jahr! Und immer, bitte immer, vorher zur Stärkung den Beckenboden trainieren.

Übungen wie Sit Ups und Crunches verschlimmern übrigens die Rektusdiastase und führen u.U. zu Rückenproblemen, Hohlkreuz oder instabilem Lendenbereich. Vermeide daher auch das normale Aufstehen aus dem Bett und rolle über die Seite nach oben.

3 Schwacher Beckenboden durch Hormone, nicht durch Geburt

Ogott, bloß nicht ausleiern! Diese Ängste kenne ich sehr gut aus meinem Bekanntenkreis (und von mir, in meinen 20ern), aber das ist einfach ein Mythos. Durch die normale Geburt “leiert” nichts aus. Die Hormone weichen das Gewebe auf, um den Körper auf die Geburt vorzubereiten. Ist auch beim Kaiserschnitt so, kannste nix machen. Das Gute: Beckenbodentraining im Rahmen der Rückbildung hilft, den Rest erledigt die Zeit (und die Hormonumstellung).

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4 Warum heftiger Sport in der Rückbildungsphase schadet

Einige Wochen nach der Geburt gleich wieder mit dem gewohnten Sport anfangen und Tennis spielen, Joggen oder Gewichte stemmen? Nein, mach das bloß nicht. Mikrofissuren bilden sich u.U. bei ruckartigen und intensiven Bewegungen. Diese winzigen inneren Verletzungen werden u.U. zu Verwachsungen im Bauchraum und verursachen fiese Schmerzen. Wer zu früh mit Sportarten wie Joggen anfängt, kann auch das Absenken von Blase oder Beckenboden oder einen Nabelbruch riskieren. Inkontinenz eingeschlossen.

5 Keine Muttermilch nach dem Sport?

Intensiver Sport erhöht angeblich den Milchsäure-Wert in der Muttermilch. Es gibt Babys, die lehnen nach intensivem Training tatsächlich die Brust ab. Schädlich ist die Milch aber nicht. Das gilt übrigens nicht für gemäßigten Sport, der übrigens auch in der Stillzeit empfohlen wird sondern für extreme (Über-)Anstrengung: Sauerstoffmangel, starker Muskelkater bis hin zu Sportverletzungen. Auf Extreme solltest du daher in der Stillzeit verzichten. Gut zu wissen, oder? Trinke auf jeden Fall ausreichend, wenn du Sport machst und nutze einen Sport-BH als Stütze für mehr Komfort.

Wusstest du, dass zur Rückbildungsphase nicht nur die Gebärmutter, sondern auch andere Organe und verschiedene Körperteile gehören? Dein Hormonsystem, der Zyklus, die Blase, die Gebärmutter, das Zwerchfell, das Herz-Kreislaufsystem und weitere Organe. Durch die Hormonumstellung sind auch Bänder, Gelenke und Muskeln betroffen. 

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