Kinder, wie die Zeit vergeht: Absicherung im Ernstfall

Kinder, wie die Zeit vergeht: Absicherung im Ernstfall

Februar 2018.

Der Sohn ist mittlerweile zwei Jahre alt, ich versuche meiner Krähenfüße Herr bzw. Frau zu werden. Beim Niesen bleibe ich gewohnheitsmäßig stehen (da lest ihr den Grund) und meine Füße sind seit der Schwangerschaft nicht mehr die alten. Alles knackt, alles knarzt, die Schuhe passen nicht mehr so wie früher (ein Grund mehr zum Shoppen, wuhhuuu).

Sehe ich nachts nach dem Sohnemann, wird er häufig vom Knacken meiner Kniescheiben wach. So ein Dilemma. Zu allem Überfluss ist Aluminium im Deo auch noch schädlich, und wenn der Buggy den Berg hoch muss, hoffe ich immer, dass mir niemand begegnet und plauschen will. Außer, derjenige bietet Sauerstoffzelt und Rexona an. Und ne Limo. Ach nein, vom Zuckerzeug gibt’s Bauchweh. Nix verträgt Frau mehr.

Ich werde alt. Sehe ich an mir herab, hängt da so ein Stück Bauch. Okay, der war schon immer da – Leute halten mich seit Jahrzehnten für Schwanger. Meine Knie sind schrumpelig. Wie konnt’ das passieren?!

Immerhin, das “gehobene” Alter hat gewisse Vorteile:

  • Du brauchst beim Alkoholkauf keinen Ausweis
  • Dir ist völlig egal, was Teenies von dir halten
  • Du kaufst dir den verdammten Schokoriegel weil du Bock drauf hast
  • Du weißt, was dir im Leben wichtig ist
  • Du suchst deine Wandfarbe selbst aus
  • Du schießt falsche Freunde einfach ab – nett sein bringt nichts, das hast du gelernt
  • Du bist Master of the Multitasking

Es gibt so viele Punkte. Und vierzig ist ja das neue dreißig. Ist noch etwas hin, aber das beruhigt innerlich. Trotzdem, große Fragen beschäftigen Frau jetzt:

Absicherung, Absicherung, Absicherung:

Ob Testament, Ehevertrag, oder Hauskauf: Mit zunehmendem Alter erreichen einen auch die unlustigen aber wichtigen Themen.

Da heißt es, überwinde deinen Schweinehund! Sorge vor, dann geht’s dir gut. Oder so ähnlich. Viele Frauen verlassen sich ja da komplett auf den Männe. Nicht immer verkehrt, aber auch nicht immer richtig.

Aber zu den unlustigen Themen kommen wir noch. Jetzt wird massiert. Die Kniescheiben. Nicht, dass das Kind wieder aufwacht. Knickknack!

Eure Victoria


Testament:

Nur gültig, wenn handschriftlich verfasst und auf jeder Seite mit Datum und Unterschrift versehen. Alternativ beim Notar aufsetzen lassen. Habt ihr schon eines aufgesetzt?

Ehevertrag:

Absicherung & Gütertrennung, gerade wenn ein Partner sehr wohlhabend ist oder Schulden aufgenommen werden. Der Ehevertrag klingt vielleicht unromantisch, dient aber der eigenen Absicherung im Ernstfall.

Sorgerechtsvollmacht:

Wovon redet die Frau? Davon: Wenn ihr sterben solltet und euer Kind ohne Eltern dasteht (soweit kommt es hoffentlich nicht), könnt ihr dem Richter, der das neue Sorgerecht zuspricht, die Arbeit erleichtern. Denn im Fall eines Falles kann auch eine Pflegefamilie herangezogen werden. Und der Taufpate ist auch nicht automatisch der Sorgerechtsbevollmächtigte. Allein der Richter entscheidet über den neuen Aufenthaltsort des Kindes (ab 14 Jahren haben Kinder ein Mitspracherecht).

Besprecht vorher mit der auserwählten Person, was ihr euch für das Kind wünscht. Wählt aus nach Ort, Bezug zum Kind, Faniliensituation und Alter. Und nach Verlässlichkeit, ganz wichtig. Wir haben glücklicherweise jemanden gefunden, der sich von Herzen gern um unseren Sohn kümmert und kümmern würde.

Formuliert die Sorgerechtsvollmacht wie ein Testament, handschriftlich, mit Datum und Unterschriften. Nicht verheiratet? Dann muss jedes Elternteil eine eigene verfassen. Das Original bekommt der Notar oder die Vertrauensperson, ihr bewahrt die Kopie bei euren Unterlagen auf. Und hofft, dass ihr sie nie brauchen werdet.

Übrigens: Ihr könnt auch reinschreiben, wen ihr auf keinen Fall euer Kind anvertrauen würdet. Natürlich könnt ihr auch zwei Personen benennen, eine für die Erziehung, die andere z.B. für die Finanzen.

Mehr Informationen findet ihr bei Juramama.

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