Ferien ohne Ehekrach – 5 Tipps für Eltern und Paare im Urlaub

Ferien ohne Ehekrach – 5 Tipps für Eltern und Paare im Urlaub

Urlaub, Sonne, Strand – Idyll ohne Palmen ohne Streit und Beziehungskrach? Schön wärs, statistisch gesehen krachts bei jedem 3. Paar im Urlaub.

Es gibt Paare, die lassen sich sogar nach einem missglückten Urlaub scheiden. Aber da lag wohl noch einiges mehr im Argen. Ich gebe es zu, auch bei uns läuft nicht alles nach Eitel Sonnenschein im Urlaub, aber wir haben eine Strategie entwickelt, mit der wir die Knackpunkte schon im Vorfeld eliminieren (meistens). Wenn es doch zum Streit kommt, ist es wichtig, den Tag “im Guten” zu beenden. Das ist das mindeste, was wir uns vorgeben.

Für euch habe ich 5 Tipps für Urlaub ohne Streit zusammengefasst – das ist zwar kein Garant auf das Palmenidyll, aber vielleicht helfen die Punkte, einige Streitthemen auszuklammern.

Streit im Urlaub vermeiden – mit meinen 5 besten Tipps

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Einige Reiseziele liegen vor der Haustür

Punkt 1 – Was will ich eigentlich für einen Urlaub machen?

Als erstes soll sich jeder erst einmal klar werden, was er vom Urlaub erwartet. Ein Aktivurlauber wird nicht glücklich, wenn er auf einer einsamen Malediveninsel drei Wochen lang am Strand liegt. Die Zwangsbeurlaubung führt unweigerlich zum Krach. Möchte ich Wellness, Wandern oder Baden? Überlegt euch, was ihr genau vom Urlaub erwartet – jeder für sich, und fasst die wichtigsten Punkte zusammen. Danach wird das Reiseziel ausgewählt:

Punkt 2 – Die Auswahl des richtigen Reiseziels

Hört sich einfach an, ist aber schwerer als gedacht: Ein Reiseziel, das alle Beteiligten zufriedenstellt. Ihr wollt wandern und baden? Klar, La Gomera ist ein traumhaftes Wandergebiet und liegt mitten im Atlantik. Wer aber Badestrände wie an der Cote d´Azur sucht, ist auch hier falsch. Wer Angst vor giftigen Tieren hat, sollte weniger exotische Reiseziele meiden. Und bei Flugangst empfehlen sich eher Zug- oder Autoreisen.

Punkt 3 – Paar bleiben – auch im Urlaub

Gerade Eltern wünschen sich auch mal eine Auszeit vom Alltag; sprich auch mal einige Stunden ohne Kinder. Je nach Alter ist das natürlich schwierig, aber manchmal lohnt es sich, mit den Großeltern oder Freunden und Familie in den Urlaub zu fahren. Mit vertrauten Leuten habt ihr unterwegs eine Chance auf einen Strandspaziergang zu zweit. Eine andere Lösung kann ein Hotel mit guter Kinderbetreuung sein. Wenn wir alleine reisen, nächtigen wir oft in kleinen Apartments oder Ferienhäusern. Mit der Sicherheit, die Eltern nebenan zu wissen, schläft der Sohn meist selig und wir machen uns einfach so einen schönen Abend und relaxen.

Punkt 4 – Auszeiten nehmen und geben

Urlaub ist für jeden da. Vielleicht möchte euer Partner mal etwas für sich sein? Oder ihr habt keine Lust mehr, abends hinaus zu gehen? Nehmt euch die Freiheit zu sagen “ich möchte etwas für mich machen” und gesteht das im Gegenzug dem Partner zu, falls gewünscht. Ich bin abends oft so müde, und einer muss ja auf den Lütten aufpassen, da geht der Göttergatte alleine auf Fotosafari. Das ist völlig okay für mich.

Punkt 5 – Erwartungen herunterschrauben

Ein Urlaub ist mit besonders hohen Erwartungen verknüpft: Romantik am Sonnenuntergang, Auszeit vom Alltag. Ehrlich, Urlaub ist Alltag, nur woanders. Probleme, die in der Beziehung lauern, machen keine Sommerpause. Ihr seid vielleicht sechs Flugstunden von zuhause entfernt, aber euer Beziehungsalltag ist mitgereist. Nehmt die Tage, wie sie kommen. Gerade mit Kindern, kleinen Kindern, nicht zuviel planen, sonst sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Wir leben in den Tag hinein und wenn wir es schaffen, einige schöne Dinge anzusehen, sind wir zufrieden. Aber nicht auf Teufel komm raus!

Wie läuft euer Urlaub? Seid ihr entspannter oder angespannter als zuhause? Wir sind tatsächlich meist entspannter. Schließlich ist Urlaub wertvoll und ein Streit vergeudet wertvolle Urlaubszeit. Ausschließen können auch wir Streit nicht, aber wir geben uns Mühe, dass er nur kurz andauert. Wäre doch schade um den Urlaub!

Nun wünsche ich euch viel Spaß bei eurer nächsten Urlaubsplanung! Verratet ihr mir, wohin es geht?

Cheers, Victoria

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Liebe Victoria,
    das sind echt gute Tipps! Ich bin ja froh, dass es nicht nur uns so geht… 🙂
    Was uns immer wichtiger wird in unseren Familienurlauben, dass jeder mal bestimmen darf, auch unser Sohn. Das hilft auch ungemein für den Frieden.
    LG
    Charnette

    1. Liebe Charnette,
      das ist wahr, jeder soll im Urlaub seine Wünsche wahrnehmen sollen 🙂 LG

  2. Einen richtigen Ehekrach hatten wir zum Glück noch nie auf Reisen (und auch sonst nicht 😉 ). Aber deine Tipps sind sicher beachtenswert. Haltet ihr euch denn selbst daran?

    LG
    Jenny

    1. Liebe Jenny, wir geben uns redlich Mühe, aber wir sind auch nur Menschen 😉 Wobei wir im Urlaub tatsächlich entspannter sind und alles nach dem Motto “alles kann, nichts muss” angehen. Das nimmt dann den Druck auch gut raus und die letzten Urlaube waren wirklich entspannt 🙂 lg

  3. Bei uns hat sich früher oft bemerkbar gemacht, dass mein Mann im Alltag viel arbeitete und nahezu ausschließlich ich mich um die Kinder kümmerte. Im Urlaub war er dann anfangs ein regelrechter Störfaktor in unserem eingespielten Team, obwohl er mehr als willens war, seine verpasste Familienzeit aufzuholen und auch die eher unangenehmen Kinder-Aufgaben zu übernehmen. Die ersten zwei Wochen hat es dann immer etwas gerumpelt im Getriebe, und nur die paar Mal, die wir uns drei oder vier Wochen am Stück gegönnt haben, haben wir uns komplett auf eine Wellenlänge eingespielt. Das war mit ein Grund dafür, dass wir uns dann die 11 Monate am Stück genommen haben.

    1. Autsch, ja wehe der Rhythmus kommt durcheinander 😉 Das kommt mir sehr bekannt vor. Eine gute Entscheidung, die 11 Monate nehmen zu können! LG Victoria

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