Eltern aufgepasst – was ihr noch nicht über Nutella wusstet

Eltern aufgepasst – was ihr noch nicht über Nutella wusstet

Nutella, das süße braune Gold des guten Geschmacks – von vielen geliebt, von anderen gehasst: Kaum eine Marke auf dem schokobraunen Markt polarisiert so sehr.

Und weil am 5. Februar offizieller Nutella-Tag ist, stelle ich euch den leckeren Italiener mal näher vor – mit all den Vorzügen und all den Nachteilen. Ich bin übrigens Fan von Bionella, das schmeckt auch toll nach Haselnüssen, ist aber weniger süß. Was ist denn euer Lieblings-Aufstrich? Oder verratet ihr mir euer Lieblings-Rezept für einen Schokoladenaufstrich? Jetzt geht es aber erst einmal los mit allen schokoladigen Seiten der beliebten Haselnusscreme: Vorhang auf für Nutella!

 


Nutella Kinder Kritik


Nutella – die Geschichte

Nutella ist eine Nuss-Nougat-Creme des italienischen Herstellers Ferrero. Zutaten sind Zucker, Palmöl, geröstete Haselnüsse, Milchpulver, Kakao, Sojalecithin und Vanillin.
Nutella ist heute unter anderem in vielen Ländern Europas, den USA, Kanada, Mexiko, China, Japan, den Philippinen, Australien, Südafrika und einigen Ländern Südamerikas erhältlich. In Deutschland gibt es Nutella seit 1965.
Nutella wurde 1940 von dem Konditor Pietro Ferrero im Piemont, Italien entwickelt. Anfangs hieß es übrigens Pasta gianduja. Nutella ist übrigens ein Kunstwort aus dem englischen nut (Nuss) und der italienischen weiblichen Verkleinerungsform -ella.
Nutella wird seit den 1960er Jahren für den deutschen und nordeuropäischen Markt im mittelhessischen Stadtallendorf im dortigen Ferrero-Werk hergestellt.
Ferrero verkauft heute jährlich 250.000 Tonnen Nutella in weltweit 75 Ländern.
(Quelle: Wikipedia)

Nutella – die Rezeptur (-änderung)

Die Rezeptur von Nutella unterscheidet sich von Land zu Land. In Europa wird Nutella nach zwei verschiedenen Rezepturen hergestellt.
Die deutsche Rezeptur von Nutella enthält „Zucker, Palmöl, Haselnüsse (13 %), Magermilchpulver (8,7 %), fettarmer Kakao, Emulgator Lecithine (Soja), Vanillin“.
2017 wurde der Anteil an Magermilchpulver auf 8,7 % erhöht. Der Zuckergehalt ist somit gestiegen, der Fettgehalt dagegen leicht gesunken. Der Kakaoanteil liegt bei unter 8,7 % und nicht, wie oft vermutet wurde, bei bis zu 13 %.
Der Haselnussgehalt von Nutella liegt mit 13 % nur knapp oberhalb des Mindestanteils von 10 %.
(Quelle Wikipedia)

Nutella – die Kritik

Nutella geriet mehrfach in die Kritik. Was den meisten Leuten wohl im Ohr blieb, war das Palmöl: Hier gibt es mittlerweile jedoch keinen Grund mehr, Nutella bzw. Ferrero zu kritisieren: Der Palmölanbau ist absolut nachhaltig und sogar Greenpeace bewertet Ferrero hierfür sehr positiv. Für die Palmölplantagen darf u.a. kein Land mehr gerodet werden.
Mehr Infos dazu:
Palmölanbau

 


 


Insgesamt ist die Rezeptur natürlich alles andere als gesund, aber das wisst ihr sicherlich selber: Der hohe Zucker- und Palmölgehalt und der geringe Haselnussanteil sprechen für sich. Palmöl steht im Verdacht, in großen Mengen krebserregend zu sein.
Palmöl krebserregend

2015 kritisierte Greenpeace Kinderarbeit bei der Herstellung der Rohstoffe. Ferrero reagierte, man „missbillige Kinderarbeit“, konnte die Vorwürfe aber nicht entkräften.
Greenpeace

Im Juni 2015 sorgte ein Aufruf der französischen Umweltministerin Ségolène Royal zum Verzicht auf Nutella (wegen der Palmöl-Problematik) für einen Eklat. Später entschuldigte sich Royal für ihre Aussage.

Ein anderer Punkt ist die Rezeptänderung, die 2017 großes Thema war. Der Schokoladenaufstrich schmeckt nun süßer, viele Fans beklagen den neuen Geschmack und trauern der alten Rezeptur hinterher.

Aktuell steht Nutella wegen einer Rabattaktion von der Supermarktkette Intermarché in Frankreich in den Medien: 70 Prozent Rabatt auf Nutella – Dieses Angebot führte in Frankreich zu Tumulten in den Supermärkten. Das Wirtschaftsministerium kündigte Ermittlungen wegen der niedrigen Preise an. Ferrero kritisiert die Supermarktkette für ihr Vorgehen scharf.
Rabattaktion

Nutella hat zudem ein Problem mit der Haselnuss: Im Januar 2018 beklagt das Pestizid-Aktionsnetzwerk Lateinamerika (auf Spanisch abgekürzt RAP-AL) die Verwendung des Pestizids Paraquat in Chile. In der EU ist das Pflanzenschutzmittel seit 2007 verboten.
Nach Angaben Ferreros stammen die in Nutella verwendeten Haselnüsse (für Deutschland) aus der Türkei und aus Italien. Wofür dann die chilenischen Nüsse? Laut Süddeutscher Zeitung belief sich die Ernte in Chile im Jahr 2016 auf 20 000 Tonnen, Ferreros Anteil daran betrug demnach wohl 98 Prozent. Auf eine entsprechende Frage der Süddeutschen Zeitung antwortete der Konzern allerdings nicht.
Pestizide im Nutella

 


„Mit Nutella schlafe ich am Liebsten in der Löffelchenstellung!“



Nutella – die Alternativen

Nutella ist natürlich nicht der einzige Stern am Schokoladen-Haselnuss-Himmel. Als kleine Service-Einlage habe ich euch noch einige Schokoladenaufstriche aufgelistet. Ist euer Lieblings-Aufstrich dabei?

Rapunzel Bionella
Rapunzel Samba
Rapunzel Tiger
Nudossi
Nuss-Nougat-Creme von Schneekoppe
Minus-L Nuss-Nougat
Zentis Nusspli

Außerdem hat heutzutage jeder Supermarkt einen eigenen Schoko-Aufstrich:
Bei Lidl, Kaufland, Real und Penny findet ihr beispielsweise Eigenmarken.

Und es gibt noch viel mehr: Zum Beispiel Schokoladenaufstrich von Veganz, Attila Hildmann oder auch

Gepa Fair Trade
Nussenia
Dennree
Vivani
Alnatura
Grashoff
Xylith Nuss Nougatcremes
Body Attack Protein

 

 


 


Gebt einmal „Schokoladenaufstrich“ in die Suchmaske eurer Suchmaschine ein – da könnt ihr aus 1001 Schokoaufstrich auswählen!

Nutella – selbstgemacht

Ein Schokoaufstrich ist übrigens auch blitzschnell selbstgemacht!

Schwabmünchens Blitzrezept by Julian

1 Teil Kokosöl

2 Teile Schokolade (zb Vollmilch, Zartbitter oder Haselnuss – auch gemischt)

Alles im Wasserbad schmelzen und verrühren. Danach in Gläser füllen und kühl und schattig aufbewahren (im Kühlschrank wird die Creme sehr hart).

Tipp: Für die vegane Variante Zartbitter wählen, kosten gar nicht viel und enthalten im Normalfall keine Milch.

Danke, Julian!

PS selber getestet und superlecker!

Schneller Kokos-Haselnuss-Schokoladenaufstrich

200 g Kokosöl
4 EL Mandelmus oder Haselnussmus, alternativ eine Tasse Haselnüsse im Backofen ca. 15 Min. rösten und anschließend im Mixer zerkleinern
ca. 15 Datteln (ich nehme Dattelsirup zum Süßen)
2 EL Kakao entölt
1 Tafel Schokolade nach Wahl (ich nehme zartbitter)
Gehackte Nüsse (Cashew, Mandel) nach Belieben zur Dekoration oder Beimengung

(wer weniger braucht, halbiert einfach die Zutaten. Die Datteln nach Belieben zugeben, um die Creme zu süßen)

Zuerst das Kokosöl mit der Tafel Schokolade im heißen Wasserbad in einer Schüssel verflüssigen. Die Datteln – falls nötig – entkernen und mit dem Mandelmus pürieren.
Tipp: Datteln vorher über Nacht einweichen.
Zum Pürieren eignet sich ein Stabmixer ganz gut. Das nun flüssige Kokosöl mit der Schokolade dazu mischen und danach den Kakao – und nach Bedarf, gehackte Nüsse, zugeben.
Die Creme in passende Behälter füllen (ca. 3-4 Gläser) und anschließend im Kühlschrank kalt stellen.

So, zur Feier des Tages mache ich mir nun ein Glas auf – allerdings greife ich da zum Konkurrenzprodukt. Das macht aber nichts, das schmeckt heute genauso gut! Also, hoch die Löffel, und ein Prösterchen auf den Erfinder Pietro Ferrero! Denn ohne ihn gäbe es auch die Konkurrenzprodukte nicht!

Was ist euer Lieblingsprodukt?

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