Feuerwehr-Kollision an Regenbogenkuchen-Crash

Feuerwehr-Kollision an Regenbogenkuchen-Crash

Wieder ein Jahr vorbei. Ein ganzes Jahr Corona. Mit einem Unterschied. Voriges Jahr feierten wir noch den Geburtstag des Sohnes. Dieses Jahr fällt das aus. Ich packe Tütchen mit Süßigkeiten. Abgepackt, eingewickelt, viel Plastik. Corona machts möglich. 2020 gabs noch den Papageienkuchen für den Kindergarten. Garantiert Plastikfrei.

Ich bin müde. So müde. Die Sonne scheint ins Bürofenster, ich habe alle Tütchen für den Kindergarten gepackt. Feiern im kleinen Rahmen, in der Notbetreuung. Winzig klein, die Chance auf ein Stückchen Normalität. Mir ist heiß. Zuviel vom Kuchen. Noch kein Geburtstagskuchen, nur der normale Mitbringkuchen der Großeltern. Die geben alles, um die Kinder bei Laune zu halten, während wir arbeiten. Danke an dieser Stelle!

Heiß – kalt – Insta-Spam

Chaos. Das ganze Büro voll mit Paketen zum Geburtstag. Papiere stapeln sich. Immerhin, der Schreibtisch ist überschaubar. Zum Aufräumen fehlt mir die Zeit, ich priorisiere anders. Das Leben ist jetzt ein Pingpong-Spiel, ohne Pausen. Vielleicht schwitze ich ja deswegen so. Aber nein, der Zucker ist mal wieder zu hoch. Die letzte Zeit hatte ich das sogar im Griff. Aber heute, zuviel von allem. Zuviel Müdigkeit, zuviel Kaffee, zuviel Kuchen. Ein halbes Stück muss reichen. Dafür eine Stunde gelaufen. Ich könnte abends wieder eine Stunde auf den Heimtrainer, aber Knie und Wadenmuskeln streiken nach dem Laufen. Täglich zwei Stunden Fahrrad war wohl doch zuviel.

Spam müllt mein Instagram-Konto zu. Zum Posten dort komme ich schon lange nicht mehr. Prioritäten und so. Die Pflanzen dürsten nach Wasser. Ich bin seit halb sechs wach. Fühle mich, als hätte ich so gar nichts gemacht heute. Das ist ja Quatsch. Zwei Kinder sind gewaschen und angezogen, der Gr0ße hat heute schon “Hausaufgaben” des Kindergartens bearbeitet und selbstständig Bücher gelesen. Es wurde aufgedeckt, abgedeckt, gekocht, gegessen, und das schon dreimal heute. Wir waren über eine Stunde laufen, Eier holen, hatten Besuch, haben Spiele gespielt und Wimmelbücher angesehen. Zwischendurch lief der Fernseher. Die Küche ist wieder sauber, der Geschirrspüler läuft, die Süßigkeiten sind gepackt und die Karte geschrieben.

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Blutdruck vs. Hausaufgaben & Coronapolitik

Jetzt sitze ich hier, es läuft eine aktuelle Version von “Lemon Tree” (ich hasse dieses Lied), rege mich über Boulevardjournalismus und Absurditäten aus Homeschooling und Politik auf. Weniger aufregen, besserer Blutdruck. Mehr Yoga. Ich vergesse schon wieder, tief Luft zu holen und durchzuatmen. Im Kopf rasen die Gedanken, was alles noch zu bewältigen ist. Ohweia.

Happy Kuchentag, mein Großer

Drei Feuerwehrautos buhlen um die Aufmerksamkeit des bald-Fünfjährigen. Wenn man nicht alles abstimmt, wirds bei uns halt schwierig. So viele Verwandte, die die Kinder toll beschenken. Egal, jedes ist anders, eines verbleibt auch direkt bei den Schenkern. Ich finds ja auch schön, dass die Leute genau wissen, was der Sohn sich so wünscht und was er mag. Vor mir liegt noch das Kuchenbacken. Ich mag gerade nicht. Ich schiebe es auf den Abend. Mit Regenbogen und PJ Masks. Ich hätte doch outsourcen sollen. Der nächste Geburtstag kommt bei uns bestimmt. Mit Feier im Dreiländereck. Es wird meiner sein. 40 plus eins.

Zum Abschluss möchte ich euch die Anekdote der Woche nicht vorenthalten. Ich zitiere unser Geburtstagskind:

“Mama, zum Geburtstag wünsche ich mir dies (eine Flöte (nein!!!)) und das (Auto). Aber zu Weihnachten möchte ich nichts. Ich habe schon so viel Spielsachen. Der Weihnachtsmann soll mir nur ein bisschen Schoki mitbringen. Aber keine Spielsachen.”

Ich lass das mal so stehen.

Titelbild: Archiv (nicht aktuell, wir reisen nicht)

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Toni

    Oh die Müdigkeit, die kenne ich auch nur zu gut lg

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