Neues Jahr, neues Ich – nicht

Neues Jahr, neues Ich – nicht

Neues Jahr, neues Ich – ohne mich! Ehrlich, das sag ich euch: Vorsätze fürs neue Jahr sind ja Quatsch. Daran musste ich gestern denken, als ich vom Pferd nach Hause gefahren bin. Das örtliche Fitnessstudio meldete Rekordumsätze, die Parkplätze davor (höhöhö) waren voll. Mei, wie groß wäre der sportliche Aspekt erst, wenn man zum Studio laufen oder radeln würde (genau deshalb mache ich das mit dem Fitnessstudio nicht, wäre mir zu anstrengend).

Na gut, ich war auch mal so: Drei Mitgliedschaften in verschiedenen Studios sprechen Bände. Und dann hab ich das mit dem Laufen versucht. Das wollte die Achillessehne nicht. Schade, denn ich hab echt fleissig trainiert: Bin um fünf aufgestanden, habe Reitunterricht gegeben und war dann noch am Stausee laufen. Und dann, bei einer Wanderung im Gasteiner Tal, wars aus mit dem Laufen. Und mit dem Wandern. Und seitdem ist der Fuss quasi kaputt.

Radfahren ist ja wieder en vogue. Machen ja auch gerne Eltern, die ihre Kinder in die heiligen Aufbewahrungsstätten kutschen. Der SUV der Zukunft quasi. Meine Beziehung zu Rädern ist eher so … nicht da. Ich erinnere mich eigentlich nur, wie ich irgendwohin keuche, fast stürze oder vom Pedal rutsche. Freunde rufen mir zu: Hole dir ein E-Bike (na klar, wisst ihr eigentlich wie schwer das ist, wenn doch mal schieben angesagt ist? Und habt ihr mal auf den Preis gesehen?). Andere fahren wie besessen Rad durch Wald und Wiese. Ich reite lieber durch Wald und Wiese, ist auch Sport.

Reiten ist auch Sport – ehrlich!

Apropos Reiten, das mache ich wieder regelmäßig. Ich habe das große Glück ein Pferd zu reiten, welches ich bereits seit Jahren kenne. Dafür muss ich etwas länger hinfahren, einmal kurz reiten, zack, drei Stunden weg. Dafür gefällts den Kindern; das Baby bekommt Stielaugen und der Sohn möchte enthusiastisch mithelfen. Beim Stockmaß von über 1,70 ist das das neue Krafttraining für die Mutter, die das Kind auf dem Arm hält, damit die Mähne hübsch gebürstet wird. Und hooooch!

Gute Vorsätze my ass

Zurück zu den Vorsätzen; Rauchen aufhören ist ja da auch beliebt. Glaubt mir, da helfen keine guten Vorsätze. Das muss man wollen. Ich rauche seit 2012 (oder 2013, ich habs vergessen) nicht mehr. Und ich hab echt gequarzt. Viel. Alkohol. Alkohol wollen ja die Leute auch weniger trinken. Guter Vorsatz. Hält bei den meisten nur bis Fasching. Ist für mich auch nichts, ich trinke quasi nichts mehr. Reicht mir ein MonCheri und ich bin angetüdelt.

Fleisch ist das neue Rauchen; auch hier kommt es zum Verzicht. Begrüße ich ja sehr. Wobei die Zahlen belegen, dass diejenigen die Fleisch essen, immer mehr davon essen, denn die Zahlen steigen. Gerade vorhin gelesen. Andere testen den Veganuary im Januar. Fakt ist, wer plötzlich auf viel Gewohntes verzichten muss, dem fällt das schwer. Dann lieber häppchenweise. Wortspiel, hihi.

Spenden zu Weihnachten und fürs Neue Jahr: Ansätze gibt es da auch auch viele: Die Kirche treibt mal wieder Gelder ein, irgendein Nachbar sammelt Klamotten für Benachteiligte und Blogger X ruft zum Spenden auf: Spenden ist prima, keine Frage. Ich trage meine Klamotten zur Sozialstation, die der Kinder zu proFamilia, habe ein Patenkind in Kambodscha, unterstütze mit einem Buch das Kinderhilfswerk in Deutschland, das Rote Kreuz und die Kirche profitieren auch von uns. Zwischendurch spende ich an aktuelle Projekte von SeaWatch, Unicef, usw. usw. Was wollte ich eigentlich damit sagen? Jetzt hab ich mich doch glatt verrannt. Achja. Fürs Spenden brauche ich keine Neujahrsvorsätze, die Bereitschaft ist das ganze Jahr da.

Mehr für die Umwelt, weniger Konsum

In Zeiten von FFF und der CO2-Debatte kommt man um die Themen plastikfrei und Nachhaltigkeit ja auch kaum vorbei. Ich persönlich finde ja, dass das ein Punkt ist, den man das ganze Jahr im Auge behalten sollte. Mittlerweile haben wir Duschgel abgeschafft und nutzen nur feste Seife. Wir wollen Plastik vermeiden. Zahnbürsten aus Bambus oder Holz testen wir auch gerade, sind aber so lala. Größtenteils wird auf dem Wochenmarkt eingekauft, regional und vor Ort. Klappt auch nicht immer. Zu Weihnachten haben wir übrigens selbst gemachte Seife verschenkt. Unter anderem. Weniger Plastik, das ist ein großer Wunsch von uns. Und das Wertschätzen von Geschenken, nicht das Überhäufen. Ist aber eher ein Problem, dass unsere Kinder betrifft. Macht es nun auch nicht besser. Der Weg ist, fürchte ich, ein langer.

Ja aber, rufen da die Freunde, hast du denn keine guten Vorsätze?

Nö.

Aber eines, das möchte ich: Lernen, den Hulahoop-Reifen zu schwingen. Und daraus habe ich gleich ein Programm für die nächsten 12 Monate gemacht: #12months12changes

Jeden Monat möchte ich etwas lernen oder etwas ändern. Und zwar nicht im großen Stil, dafür habe ich keine Reserven. Aber die kleinen Sachen sind es, die, die wir auch realisieren können. Ich möchte sagen: Wenigstens habe ich es probiert.

Also, 12 Monate, 12 Chancen für mich, Neues zu erlernen oder zu verändern. 

Gibt es etwas, was du probieren möchtest?

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