Hitzewallungen schon mit Mitte 30 oder Anfang 40? Was so belastend sein kann, ist für viele Frauen schon der Beginn der Pre-Menopause. Menopause? Wechseljahre? Das tritt doch erst mit Mitte oder Anfang 50 ein, oder? Denkste! Für viele Frauen beginnt die Pre-Menopause schon in ihren Dreißigern.
Nie werde ich vergessen, wie ich schweißgebadet die Kinder gewickelt habe. Die Hitzewallungen waren enorm. Anfangs schob ich das noch auf die Hormonumstellung nach der Geburt. Leider normalisierte sich auch nach längerer Zeit nichts. Gar nichts! Die Ärzte ignorierten erfolgreich meine Beschwerden und verschrieben mir Salbeipräparate. Ich kürze an dieser Stelle ab, denn der Tag, als die Salbeiprodukte ins Haus zogen, liegt einige Jahre zurück.
Nie habe ich Hitzewallungen mit der Menopause in Verbindung gebracht. Ich wusste ja nicht einmal, dass es eine Pre-Menopause gibt. Salbei und Bockshornklee nehmend zog ich – duftend wie ein asiatisches Curry – mit Kinderwagen durch die Straßen und war einfach immer klatschnass. Es war nicht schön, es war oft peinlich und alles war furchtbar anstrengend. Die Blutwerte sind normal, da sollte ich mir mal keine Sorgen machen. Uff. Hitzewallungen sind kein Spaß, die anderen Symptome der Pre-Menopause übrigens auch nicht.
Ich möchte an dieser Stelle das Thema ansprechen, weil ich so viele Frauen kenne, die von ihrer Pre-Menopause betroffen sind und kaum Hilfe erhalten. Natürlich können Hitzewallungen auch auf andere Dinge hindeuten, zum Beispiel eine Schilddrüsenfehlfunktion, Diabetes Typ 2, Adipositas, Herz-Kreislauf-Probleme oder Schwangerschaften. Daher bitte alles andere ausschließen lassen – und nicht selber herumdoktern.
Hitzewallungen & Beschwerden in der Pre-Menopause – das sind die häufigsten Symptome
- Schlafstörungen (nächtliches Aufwachen, schlecht Einschlafen)
- Plötzliche Schweißausbrüche
- Aufsteigende Wärme in Gesicht und Körper
- richtige Hitzewallungen (auf und ab, wellenartig)
- Abnehmen funktioniert nur noch schwer
- dünner werdendes Haar
- trockene Schleimhäute (und damit verbundener Juckreiz)
- trockene Haut
- Blasenschwäche durch dünnere Schleimhäute
- Müdigkeit
- Stimmungsschwankungen
- schlechte oder traurige Stimmung
- schlechtes Gedächtnis
- Reizbarkeit
- Schmerzen in den Gelenken
- Testosteronüberschuss (Gesichtsbehaarung, dünnerer Haarwuchs)
- Darmträgheit oder allg. Darmprobleme
- Hautprobleme
Hand hoch, wer hat bei diesen Symptomen vermutet, dass hier die Hormone dahinterstecken? Die Pre-Menopause beginnt nämlich dann, wenn der Östrogenspiegel absinkt. Da gerät unser Körper ganz schön durcheinander!
Nach vielen Jahren der Suche nach der Ursache meiner Beschwerden kann ich wohl den letzten Punkt abhaken: Mein Hormonspiegel. Bald geht es zu einer wahren Expertin auf diesem Gebiet, die die Hormone als Einheit betrachtet: Normalerweise müsste ich bzgl. der Östrogene zum Frauenarzt und bezüglich der Schilddrüse zu einem Endokrinologen. Die Gesamtbetrachtung macht da aber am meisten Sinn. Wenn ihr auch wissen wollt, wie so ein Termin abläuft, lasst mir doch einen Kommentar da. Dann blogge ich nach dem Termin im April darüber. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich wie Bolle auf mehr Lebensqualität!

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