WesternCity abgebrannt: Wenn das Ferienlager ausfällt (plus Tipps)

Woran erkenne ich ein gutes Ferienlager? Einige Punkte findet ihr weiter unten im Text!

Meinung

Der dritte Brand in vier Jahren; vielen, auch mir, blieb der letzte Brand vor einem Jahr noch ein schlechter Erinnerung: Die Western-City in Dasing brannte, die Pferdepflegerin kam knapp mit dem Leben davon. Und heute die erneute Hiobsbotschaft: Wieder brannte es dort lichterloh. Zum Glück gab es keine Todesopfer zu beklagen.

Heute sollten die ersten Ferienkinder anreisen; ins Ferienlager. Jährlich finden diese dort statt. Wo Kinder verbleiben, sollten scharfe Kontrollen stattfinden.

Mich erreichen Stimmen von ehemaligen Einstellern, die ihre Pferde dort teilweise Jahre unterbrachten. Ich selbst war auch – als Besucher – vor Ort auf der Anlage.

Ich frage mich, warum beim letzten Brand die Pflegerin nur durch Hundegebell und nicht etwa durch Rauchmelder geweckt wurde. Das rettete sie übrigens, und die Pferde damit auch. Das Feriencamp war damals nicht betroffen.

Ich frage mich, warum so viele Kabel notdürftig geflickt wurden. Aber ich bin kein Elektriker und maße mir kein Urteil darüber an. Ich gebe nur Worte einiger ehemaliger Darsteller der Festspiele wieder, die sich fragten, warum es die Erlaubnis für die Aufnahme von Ferienkindern gab.*

Und ich bin wütend; Ein Areal, indem sich haufenweise Kinder, Tiere und Touristen aufhalten, gerät zum dritten Mal in Brand. Voriges Jahr hieß es lapidar, es war ein technischer Defekt. Alle spendeten – auch wir: Pferdezubehör, Kleidung, Alltagsgegenstände wie Geschirr oder Handtücher. Wieder steht die Pferdepflegerin vor dem Nichts. Spendenaufrufe sind angelaufen, die Nachbarställe sammeln erneut. Das zeigt einerseits großartig den Zusammenhalt unter Pferdeleuten (das ist nicht selbstverständlich), andererseits muss jetzt etwas passieren: So etwas darf sich nicht wiederholen; irgendwann haben Mensch und Tier nicht mehr soviel Glück.

Brandursachen kämen viele in Frage; vom selbstentzündeten Heu über Brandstiftung zu Fahrlässigkeit. 

Auch wenn es der Traum der Betreiber ist, die (teilweise) alte Anlage am Laufen zu halten: Es darf nicht auf Kosten von Mensch und Tier gehen. Derzeit untersucht die Kriminalpolizei nach der Brandursache. Bei Veröffentlichung des Beitrags ist die Ursache noch unbekannt.*

Doch was mache ich jetzt als Betroffene mit meinem Kind, dass in das Ferienlager wollte? Es gibt Alternativen in der Umgebung. Ob diese empfehlenswert sind, kann ich nicht beurteilen, daher verlinke ich auch keine Seiten. Aber woran erkenne ich gute Ferienlager? Hier habe ich einige Tipps zusammengefasst:

A. Das Ferienlager sollte einem großen Träger mit strengen Richtlinien und Auflagen angeschlossen sein, beispielsweise dem Deutschen Fachverband für Jugendreisen Reisenetz oder Bundesforum Kinder- und Jugendreisen. Bei beiden Organisationen könnt ihr eure Ferienlager-Favoriten vorab suchen, ob sie online gelistet sind.

B. Gute Ferienlager bieten vorab ein „Kennenlernen“ an, die Eltern lernen Betreuer kennen und prüfen, ob diese im Besitz der „Juleica“ (Jugendleiter-Card) sind. Transparenz sollte generell großgeschrieben sein.

C. Auch das Betreuungsverhältnis sollte überschaubar sein. Beim Jugenderholungswerk Hamburg bespielsweise kommt auf sieben Kinder ein Betreuer. Alles andere sollten Eltern hinterfragen, so der Rat.

Mehr Informationen findet ihr HIER.

Informationen zu Ferienlagern in Bayern erhaltet ihr HIER.

Ich wünsche mir trotzdem für die Anlage Western-City, dass sich das Blatt zum Guten wendet. Das Traditionsunternehmen, gegründet von Fred Rai, unterstützt viele Menschen und auch Tiere. Für Kinder ist der Besuch immer ein großes Abenteuer gewesen.

*Beim gesamten oberen Abschnitt handelt es sich um eine persönliche Meinung zum Geschehen: Ehemalige Einsteller, Darsteller und weitere Betroffene machten Angaben zum Zustand der Anlage. Diese persönliche Meinung ist nicht durch Fachleute geprüft, es handelt sich um persönliche Einschätzungen. Böswilligkeit oder Absicht wird zu keiner Zeit unterstellt. Meinungen geben nicht unbedingt die Meinung der Autorin wieder.

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