Vom Strampler bis zur Strumpfhose: Bio, fair, nachhaltig – Fehlanzeige Teil 1

Sonntags mach ich mir Gedanken. Da hab ich Zeit, da lese ich. Da räume ich Wäsche ein oder bügele (kleiner Scherz, das macht mein Mann).

Spaß beiseite. Das Thema „Nachhaltigkeit“ brennt mir unter den Nägeln. Dazu gabs dann Gedanken statt Abendessen. Tut der Figur ja auch mal gut. 

Wenn ich das Bio-Obst beim Discounter einkaufe, ertappe ich mich oft dabei, die Regale zu durchstöbern. Da hat der xxxx doch glatt Bodies, Hosen und Jacken im Angebot. Wie niedlich! Und so günstig! Zack, landen Hosen und Jacken im Wagen. Der Sprössling wächst und wächst!

Faire, gute Kinderkleidung ist rar. Und schreckt meist mit höherem Preis ab.

In den sozialen Medien erscheinen Werbeanzeigen in der Timeline; Babykleidung ab heute 30 % günstiger. Und auch noch mit dem Lieblingsdruck! Zack, virtueller Einkaufswagen voll. Braucht man nicht mehr so oft Wäsche waschen. Schnell noch ein Oberteil für die Mama…

Der Kaffeeröster gibt ein aus: So niedliche Bodies für den Filius! Und das Spielzeug erst! Und die Schlafanzüge sind richtig toll, so günstig. Und mit 95 % Bio-Baumwolle. Da kauft man das gute Gewissen gleich mit ein. Denn Bio-Baumwolle ist doch was Gutes, oder?

Überall sehe ich beim Einkaufen „Bio“, „zertifiziert“, „ökologisch“ oder „öko-tex Standard“. Hört sich klasse an, ich greife zu. Nur das Beste fürs Kind. 

Doch was steckt wirklich dahinter? Zuhause schneide ich die Schildchen weg. 

Made in India. Made in China. Made in Bangladesh. Made in Vietnam. Made in Turkey. 

Öko in Bangladesch? Jetzt sind wir an dem Punkt, wo sich jeder Gedanken machen sollte. Auch ich. Daher möchte ich euch mit auf meine Reise nehmen: Entdecken der Nachhaltigkeit, die Suche nach der Wahrheit hinter den kleinen Schildchen in Kleidungsstücken. 

Ich fange klein an, um Großes zu bewirken. Und sei es, dass jeder einmal darüber nachdenkt. So wie ich.

Randnotiz

Warum das alles? Weil ich nun ein Kind habe. Und genau dieses Kind soll groß werden; in einer lebenswerten Welt, in einer schönen Welt. Ein Traum, den wohl jede Mutter, jeder Vater hat. Und an diesem Traum kann ein jeder mit zutun. Mit den kleinen Schritten. So wie unsere Kinder. 

Denn wir sind verantwortlich für die Welt von Morgen. Ein Gedanke, der bewegt. 


2 Gedanken zu “Vom Strampler bis zur Strumpfhose: Bio, fair, nachhaltig – Fehlanzeige Teil 1

  1. Ja so ein Umdenken ist wirklich wichtig, wie groß war der Aufschrei als die Näherei in Bangladesch eingestürzt ist, und jetzt : schießen Läden wie Primark und Co aus dem Boden wie die Pilze. Dem entgegen wirkt ja ( zum Glück ) der momentane Hype ums Selbermachen. Viele Stoffhersteller bieten heutzutage Bio-Stoffe, nach GOTS zertifiziert an. Und wer nicht selbernähen kann oder will, dem bieten Portale wie z.B. Dawanda die Möglichkeit solche Kleidung einzukaufen. Sicherlich schreckt erstmal der höhere Preis ab, aber hier wird das Handwerk noch geschätzt und kein Niedriglohn wie in z.B. in Bangladesch veranschlagt. So kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen! Bio und Regionalität. Ich kann dir in deiner Nähe das Label „Motte“ empfehlen. Kerstin näht vieles aus GOTS-zertifizierten Stoffen und verkauft ihre Sachen auf Märkten in der Region oder „beim Füchsle“ in Kirch-Siebnach. Vielleicht ist ja was für Dich dabei.
    Viele Grüße von nebenan
    Kathrin

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