Test: Auto-Liege-Kindersitz für Babys

Omas Geburtstag steht an! Nichts wie hin! Nur: Die Party steigt 800 km entfernt. Was tun? Wohnmobil, das war die erste Entscheidung. Aber ein Baby darf nicht so lange in einer gewöhnlichen Babyschale sitzen – was tun, alle Stunde anhalten? 

Maximal 90-120 Minuten im Kindersitz, so die Enpfehlung, danach ein längeres Päuschen. Puh. 

So haben wir uns für die Fahrt von insgesamt fast 2000 km innerhalb einer Woche bewusst gegen den normalen MaxiCosi-Kindersitz entschieden. Und haben nach Alternativen gesucht.

Gerade kleine Babies, die viel liegen sollen, reisen in einem Liege-Kindersitz viel komfortabler. Nach langen Suchen und viel Recherche haben wir uns entschieden, den „Inglesina Kinderwagenaufsatz“ in limettengrün zu erwerben.

Vorab für euch erst einmal die technischen Daten des Kindersitzes vom Hersteller/Verkäufer*:

  • Sehr kompakte Bauweise. Geeignet für Reisen auf längeren Strecken im Auto.
  • Modernes Material: Kunststoff
  • Wanne aus Schlagschutzmaterial.
  • Masse der Wanne 19cm x 31cm x 73cm
  • Gewicht der Wanne 3,6 kg
  • Bezugsstoff aus Nylongewebe. Weiches Innenfutter.
  • Tragebügel, verstellbar. Gleichzeitig als Überrollbügel gedacht
  • Verdeck und Schutzdecke

Die Farbe „Lime“ ist frisch, das Kind liebt die Farbe grün, also günstig im Internet erstanden. Der Kindersitz war auch reduziert, daher wollten wir das Risiko des Testens eingehen. Immerhin will das Kind permanent aufrecht herumgetragen werden, damit es alles von der Welt sieht. Und dann soll es liegen! Bis kurz vor Hamburg! Nur limettengrün vor Augen! Was solls, zur Not ist die MaxiCosi Babyschale an Bord. Der Kofferraum des Wohnmobils ist groß. 

Kinder-Liege-Autositz von Inglesina im Test
Mit Lammfell-Unterlage liegt es sich kuschlig bequem
Eine praktische Funktion des Kindersitzes: Man könnte den Aufsatz auf ein passendes Gestell befestigen und hat gleich einen Kinderwagen dabei. Auf unser Kinderwagen-Gestell passte sie leider nicht, die Schale ist schmaler als ein regulärer Kinderwagenaufsatz.

Eine Matratze ist im Lieferumfang dabei (mit entsprechenden Gurtöffnungen), wir haben noch ein medizinisch gegerbtes Lammfell (auch mit Gurtfassungen) darauf gelegt. Das Lammfell sorgt für einen guten Temperaturausgleich bei Hitze und Kälte.

Das entsprechende Gurtkit muss separat erworben werden. Als passend auf der Verkaufsseite beworben, passte es leider so gar nicht zu der Schale. Wir haben improvisiert, der Mann kann schließlich Technik, so dass das Baby unterwegs sicher fixiert war.

Test Kindersitz Wohnmobil:

Die Babyschale lässt sich gut im Wohnmobil an den Gurten befestigen und sitzt sicher, nichts verrutscht. Das Baby durfte zuhause probeliegen, um die Wanne kennenzulernen. Die mitgelieferte Abdeckung ist einfach zu befestigen. Insgesamt ein angenehmes, weiches Material. Die Seiten sind, wie vom Hersteller beschrieben, verstärkt.

Unser Baby fand die Reise im Liegen wider erwarten ganz prima: Es hatte uns im Blick, die Abdeckung schirmte Außenreize und Sonneneinstrahlung ab und Bewegungsfreiheit war auch da. Spielzeug, dass von oben runterbaumelt, könnte man auch befestigen. Wir haben darauf verzichtet. In den Wickelpausen (wir benutzten den angrenzenden Tisch als Wickeltisch) hat das Baby neugierig die Schale untersucht: Die Farbe wirkt sehr anziehend, aber nicht zu aufregend.

Nach 7 Tagen im Wohnmobil können wir den für das Auto geeignete Kinderwagenaufsatz guten Gewissens empfehlen. Entspanntes Reisen!

Test Kindersitz PKW:

Zwei Tage nach unserer Ankunft durfte die Schale wieder auf Reisen gehen, diesmal im PKW. Das Reisen ansich verlief wieder ganz prima mit dem Baby, aber zwei große Mankos gab es:

Um Sonnenschutz zu garantieren, haben wir die Wanne mit Blick ins Fahrzeuginnere eingesetzt. Auf der anderen Seite war der MaxiCosi verbaut, falls das Baby nicht mehr liegen wollte. Das simuliert quasi ein zweites mitfahrendes Kind. Die Abdeckung lässt sich zwar runterklappen, das Baby da mit den Füssen zuerst reinzufummeln ist allerdings eine Sisyphus-Aufgabe. Als Elternteil ist man da echt gefragt und muss höllisch aufpassen, dass man nirgends aneckt und das Baby korrekt hält. Liegt es einmal drin, alles bestens. Hier macht wahrscheinlich Übung den Meister. 

Das andere „Ärgernis“ ist die angeschrägte Rückbank unseres Autos. Wenn das Baby nicht gerade in Schräglage transportiert werden soll, ist Korrektur der Lage gefragt. Wir haben uns mit einer einfachen Wolldecke beholfen, ein Handtuch geht auch.

Fazit: Der Liege-Auto-Kindersitz von Inglesina ist ein Top Produkt für kleine Babies auf längeren Fahrten.

Mittlerweile durfte der Liege-Kindersitz auf große Fahrt nach Italien und Mitteldeutschland gehen – wir verleihen den Autoliegesitz auch an Freunde, die mit Babys verreisen.

Die Maximallänge ist mit großen Kindern bald erreicht. Bei uns mit gerademal 5 Monaten, dann ist der Kleine dem Kindersitz entwachsen. Aber die Anschaffung hat sich wirklich gelohnt – als Vielreiser.

Hier geht es zum Komplettset von Inglesina (ohne Anschnall-Kit). Die Wanne ist auch separat erhältlich.

*keine Gewähr, Angaben vom Hersteller/Verkäufer

Enthält Affiliate-Links.


6 Gedanken zu “Test: Auto-Liege-Kindersitz für Babys

  1. Wenn ich das richtig sehe, habt ihr einen Kastenwagen (pössl etc) mit einem Querbett mit 1,40 Breite im Heck, oder? Wo habt ihr euer Baby nachts schlafen lassen?
    Ich freue mich sehr über eine Antwort
    Vg Michaela

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Michaela das war ein Knauss mit Querbett, genau. Das Baby schlief an der Wand, dann ich und dann mein Mann. Den Durchgang hatten wir mit Stillkissen zugemacht, aber mit vier Monaten kam er über uns nicht drüber 🙂 VG Victoria

      Gefällt mir

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